Das Fach Ethik am PG

”Moral predigen ist leicht, Moral begründen schwer.“ (Arthur Schopenhauer)

Inhalte des Ethikunterrichts

Aristoteles und Platon in der Schule von Athen. Ethische Orientierung und die Auseinandersetzung um Werte und Normen nehmen eine immer wichtigere Rolle im privaten und gesellschaftlichen Leben ein. Zu sehen ist das nicht zuletzt an den immer zahlreicher werdenden „Ethikkommissionen“, die z.B. bei der Technikfolgenabschätzung eingesetzt und um Rat gefragt werden.

Allerdings ist die Frage nach dem Guten, nach Werten und Normen nicht neu – seit der Antike haben zahlreiche Philosophen, Theologen und Naturwissenschaftler immer wieder darüber nachgedacht und sind dabei zu Überlegungen und Antworten gekommen, die auch heute noch (oder gerade heute wieder) von Bedeutung sind, so z.B. die Frage nach Kriterien für die Gerechtigkeit, die Frage nach dem Guten oder die Frage nach einem glücklichen Leben, aber auch nach Sterben und Tod.

Der Ethikunterricht beschäftigt sich mit dem gesamten Spektrum ethisch relevanter Probleme und orientiert sich hierbei speziell an den Lebenserfahrungen Jugendlicher. Wesentliche Positionen der Ethik aus Geschichte und Gegenwart werden beleuchtet und daraufhin befragt, ob und inwieweit sie für das private und gesellschaftliche Leben junger Menschen wichtig sind bzw. wichtig sein könnten oder sollten.

Ziel des Ethikunterrichts

Während der traditionelle Religionsunterricht in der Regel davon ausgehen kann, dass das vermittelte Wissen auf dem Boden des vorhandenen Glaubens fällt, kann sich der Ethikunterricht in der Schule nicht auf traditionell gefestigte Wertvorstellungen verlassen: Sein Ziel ist es, junge Menschen bei der Entwicklung und Begründung eigener moralischer Wertvorstellungen konstruktiv zu unterstützen. In diesem Sinne kann der Ethikunterricht im Sinne Immanuel Kants (Was ist Aufklärung?) einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung der Mündigkeit junger Menschen leisten.

Organisatorisches

Vitruvianischer Mensch von Da Vinci. Am PG wird das Fach „Ethik“ als zweistündiges Ersatzfach für katholische bzw. evangelische Religion seit dem Schuljahr 1996/97 zunächst in der Oberstufe (Jahrgangsstufen 11, 12, 13) unterrichtet, inzwischen auch in Klasse 10. Die Mindestgruppengröße von acht Teilnehmern soll dabei nicht unterschritten werden.

Voraussetzung für die Teilnahme am Ethikunterricht ist landesweit eine schriftliche Abmeldung vom katholischen bzw. evangelischen Religionsunterricht. Diese Erklärung muss die Schülerin oder der Schüler (bzw. die Eltern) in den ersten beiden Wochen des jeweiligen Schuljahres bzw. Schulhalbjahres im Schulsekretariat vorlegen. Wegen der Religionsmündigkeit ab dem 14. Lebensjahr ist eine Einverständniserklärung eines Erziehungsberechtigten am PG nicht erforderlich.

Ein Wechsel zurück in den Religionsunterricht ist zu Beginn eines jeden Schuljahres möglich. In diesem Fall stellt der aufnehmende Lehrer durch eine sogenannte „Eingangsprüfung“ den Kenntnisstand des in seinen Kurs wechselnden Schülers fest.

Das Team in der Fachschaft

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