Ein Lehrgang zum Orrotsee

Am Freitag, den 24.04. 2009 hat die Klasse 5d unter der Leitung von Erdkundelehrer J. Stürmer und Biologielehrer M. Fingerle bei einem fächerübergreifenden Lehrgang eine Erkundung zu den Themen Wasser, Fluss- und Bachlauf, Wald und Wasser und Land- bzw. Teichwirtschaft gemäß Lehrplan unternommen.

Foto vom Lehrgang mit der Klasse 5d

Um 7.45 Uhr trafen sich alle 29 Schüler mit ihren beiden Lehrern am Ellwanger Bahnhof. Dann ging es an der begradigten Jagst entlang bis nach Rindelbach. Dort verweilte die Klasse auf der alten Jagstbrücke. Die Schüler erfuhren die Geschichte des Brückenheiligen Johannes Nepomuk. Weiter ging es am linken Jagstufer entlang bis Schönau. Dabei konnten die typischen Laubhölzer der Talaue - Weiden, Erlen, Eschen und Pappeln - bestimmt werden.

In Schönau machte die Klasse Halt beim Bio-Bauernhof von Alfons Fuchs. Die Rinder und Milchkühe, die durchgehend behornt waren, erhielten gerade ihre Morgenration an Grünfutter. Herr Stürmer erklärte mit einigen Sätzen den grundsätzlichen Unterschied zwischen konventioneller und ökologischer Landwirtschaft.

Nun ging es auf einem landwirtschaftlichen Weg aus dem Jagsttal auf die Höhe mit der Talkante. Der freie Blick konnte nun in die Ferne schweifen. Nach der Überquerung der Bundesstraße gelangte die Klasse in den Dürrenwald. Wir verließen die Gemarkung Ellwangen und gelangten in die Gemarkung der Gemeinde Rosenberg. Hier erwartete uns im Gewann Riemenluck Revierförster T. Wiest aus Hohenberg. Herr Wiest erklärte den Schülern, was alles zur Lebensgemeinschaft Wald gehört und lehrte sie zwischen "Forst" und "Wald" zu unterscheiden.

Auf einem Waldweg ging es schließlich zum Bachlauf der Holderklinge. Hier zeigte Herr Stürmer den Schülern einen Tal- und einen Bachmäander und den Prall- und den Gleithang.

Nun sollte jeder Schüler einen Ast trockenen Holzes aufsammeln und die letzten zweihundert Meter bis zur Forellenzucht mittragen. Dieses Holz wurde an einem Grillplatz pyramidal aufgestellt und das Grillfeuer entzündet.

Während das Holz zu einer schönen Glut herunterbrannte, zeigte Herr Stürmer seine Fischteiche und sein Fischhaus. Jeder Schüler durfte mit einem Kescher Forellen aus dem Becken fangen und in eine Wanne befördern. Aus dieser holte sie Herr Stürmer einzeln heraus, um sie für den Bauernmarkt zu schlachten. Zur gleichen Zeit räucherten im Räucherofen die Räucherforellen.

Nach dieser etwas feuchten beziehungsweise rauchigen Erkundung konnten die Kinder ihre mitgebrachten Würstchen am Feuer grillen. Gegen 11.10 Uhr machte sich die Klasse auf den Weg nach Schweighausen, von wo der Linienbus sie um 11.49 Uhr zurück nach Ellwangen brachte.