Jagstlauf des Peutinger-Gymnasiums – ein einmaliges Erlebnis
icon.crdate27.07.2026
178 Kilometer, 16 Stunden und 38 Minuten, 25 Läuferinnen und Läufer, zehn Gruppen und vier Radfahrer: Das sind die Zahlen, die entstehen, wenn eine außergewöhnliche Idee Wirklichkeit wird, wenn das Peutinger-Gymnasium auf die Landesgartenschau trifft und Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Eltern zusammenarbeiten. Am Freitag, 24. Juli, startete die Gruppe um 6.45 Uhr am Jagstursprung in Walxheim zu einem außergewöhnlichen und ambitionierten Staffellauf. Das Ziel: dem Flusslauf der Jagst über 178 Kilometer bis zu ihrer Mündung in den Neckar zu folgen. Begleitet von vier Radfahrern erreichte die finale Gruppe 16 Stunden und 38 Minuten später, um 23.23 Uhr in der Nacht, die Jagstmündung bei Bad Friedrichshall.
Voller Begeisterung und mit viel Vorfreude war dieses absolut einmalige Projekt von einer Vielzahl an Helfern geplant worden. Entsprechend groß war die Motivation, als die erste Laufgruppe – drei Schüler, zwei Lehrer und zwei Radfahrer – am Freitagmorgen am Ursprung startete. Nach rund fünf Kilometern stand der erste Wechsel an; von dort lief eine Zweiergruppe weiter. Dieses System, bei dem etwa alle fünf Kilometer die nächste Gruppe übernahm, setzte sich den ganzen Tag bis zur Mündung fort.
Seinen ersten Höhepunkt erlebte das Team beim Durchlaufen des Landesgartenschau-Geländes: Ellwangen an die Jagst, PG an die Jagst! Da die Landesgartenschau der Auslöser für dieses Mammutprojekt war, sollte auch ihr Besuch etwas Besonderes sein. Kurz vor dem Eingang stießen alle 25 Läuferinnen und Läufer sowie die vier Begleitradfahrer zur aktuellen Gruppe. Als geschlossenes Team legten sie die rund drei Kilometer durch die Landesgartenschau und die Ellwanger Innenstadt zurück. Ein besonderes Highlight war der Empfang durch Oberbürgermeister Michael Dambacher und rund 700 Schülerinnen und Schüler des Peutinger-Gymnasiums.
Als bei Kilometer 48 die erste Laufgruppe zum zweiten Mal auf die Strecke musste, war die Motivation noch genauso hoch wie am Anfang – auch wenn die Beine inzwischen etwas schwerer waren. Insgesamt lief jede Gruppe zwischen zehn und 38 Kilometer. Wie glänzend diese sportliche Herausforderung gemeistert wurde, zeigt sich auch daran, dass die Zwischenetappe mehr als eine Stunde früher als geplant erreicht wurde.
Neben Fitness und Motivation war dafür ein absolut reibungsloser Ablauf bei den Wechseln notwendig - hier zahlte sich die akribische und langfristige Planung unter Federführung von Jonas Lingel und Andreas Schaafaus. Jede Gruppe war rechtzeitig am entsprechenden Startpunkt, sodass die Wechsel ohne Zeitverlust durchgeführt werden konnten. Für gute Stimmung und neue Energie sorgten außerdem die gemeinsamen Sammelpunkte in Elpershofen und Marlach. Dort konnten sich die Laufgruppen treffen, ausruhen und verpflegen. Die Stimmung an diesen Sammelpunkten war einmalig.
Dass der große Elan bis zum Schluss anhielt, zeigte sich bei der Schlussetappe: Statt der ursprünglich vorgesehenen drei standen sage und schreibe 15 Läuferinnen und Läufer bereit. So wurden die letzten 3,7 Kilometer nachts in einer großen Gruppe zurückgelegt. Auch die vier Radfahrer ließen es sich nicht nehmen, das letzte Stück gemeinsam zu fahren. Als Schulleiterin Stella Herden um 23.23 Uhr das vom Jagstursprung mitgebrachte Wasser in den Neckar gießen konnte, war die Begeisterung riesig, waren die Schmerzen vergessen – und eine Erinnerung geschaffen, die sicherlich lange bleiben wird.
Zu diesem Erfolg hat die gesamte Schulgemeinschaft und viele Partner beigetragen: Ein besonderer Dank gilt allen Lehrerinnen und Lehrern sowie Eltern, die sich als Fahrer zur Verfügung stellten und mit Einsätzen von bis zu 20 Stunden dieses Projekt ermöglichten. Ein ganz herzlicher Dank geht auch an die Gemeinde Marlach für die Bereitstellung der Sporthalle und an das Wilderer Stüble in Elpershofen. Wir danken außerdem ganz besonders Anja Schnell vom Edeka in Ellwangen, die einen großen Teil der Verpflegung kostenlos zur Verfügung stellte – ergänzt von den weiteren Sponsoren und Unterstützern: Peter Freimuth, die Kreissparkasse Ostalb, die VR-Bank Ellwangen der Süßwarenhersteller hosta und die Firma Stark GmbH. Ihre Spenden ermöglichten die weitere Verpflegung und die T-Shirts für die Läuferinnen und Läufer. Ein Dank geht auch an das Ordnungsamt der Stadt Ellwangen für die unkomplizierte Zusammenarbeit bei den Genehmigungen. Dem Förderverein des Peutinger-Gymnasiums danken wir ebenfalls ganz herzlich: Er unterstützte den Lauf nicht nur ideell und finanziell, sondern übernahm auch die Gestaltung des Banners, der Flaschen und der T-Shirts.





